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Baden (Land) Artikel
Baden war ein deutscher Staat. 1945 aufgrund der aliierten Besatzung geteilt, ging er 1952 in dem Land Baden-Württemberg auf.
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Der Name stammt von den Markgrafen von Baden, einer in dem 12. Jahrhundert etablierten Seitenlinie der Herzöge von Zähringen. Hermann II. war der erste Zähringer, der sich nachdem neuen Stammsitz, der Burg Hohenbaden hoch über den Thermalbädern der damaligen Stadt Baden (heute Baden-Baden), Markgraf von Baden nannte. Herrschaftsgebiete der badischen Markgrafschaften waren Baden-Durlach (bei Karlsruhe), Baden-Baden, Baden-Hachberg bei Emmendingen sowie Sausenburg-Rötteln bei Lörrach. Letztere Herrschaft bestand aus Besitzungen zwischen Lörrach bis südlich Freiburg und ist heute als Markgräflerland bekannt.
Von 1535 bis 1771 war die Herrschaft in die Linien Baden-Durlach (evangelisch) und Baden-Baden (katholisch) geteilt.
Markgraf Ludwig Wilhelm, der so genannte "Türkenlouis" (1677 bis 1707), machte Rastatt zu seiner Residenz, Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach das 1715 erbaute Karlsruhe. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden.
Unter der Protektion Napoleons entstand in den Jahren 1803 (Karl Friedrich wird Kurfürst) und 1806 (Karl Friedrich wird Großherzog) aus vielen kleinen Fürstentümern, geistlichen Gebieten und Reichsstädten das neue badische Staatsgebiet, welches mindestens die fünffache Fläche des ursprünglichen hatte.
Hinzu kamen:
Auf diesem Wege kam Baden, das bis dahin keine eigene höhere Bildungsstätte verfügte, auch in den Besitz der beiden Universitäten Freiburg und Heidelberg.
Im 19. Jahrhundert konnten sich in Baden Demokratie und Parlamentarismus freier entwickeln als anderswo. 1818 erhielt das Großherzogtum auch eine liberale Verfassung.
1845 Gab es einen Hofskandal um die Geschichte von Caspar Hauser.
In den Jahren 1848 und 1849 kam es neben anderen Staaten des Deutschen Bundes auch in Baden zur so genannten Badischen Revolution (Märzrevolution).
1871 tritt Baden dem Deutschen Reich bei und blieb in seinen Grenzen trotz württembergischer Versuche, in dem Dritten Reich die Vereinigung herbeizuführen, bis zu dem Ende des 2. Weltkrieges unverändert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Baden zunächst geteilt.
1952 schlossen sich die Länder Württemberg-Baden und Baden mit dem Land Württemberg-Hohenzollern zu dem heutigen Bundesland Baden-Württemberg zusammen. In Mittel- und Südbaden gab es viele Gegner des Zusammenschlusses. Diese plädierten für ein eigenständiges Bundesland Baden, unterlagen jedoch bei der Volksabstimmung. Entscheidend war das Abstimmungsverhalten des bevölkerungsreichen Nordbadens. Insbesondere die alte Kurpfalz mit Mannheim und Heidelberg war gegen Baden. "Vom See bis an den Maines Strand die Stimme dir mein Badnerland", war auf den Wahlplakaten von 1952 zu lesen.
1970 kam es aufgrund einer Klage nochmals zu einer Volksabstimmung, an der sich diesmal ca. die Badener (und nicht die Württemberger) beteiligen durften. Eine überwältigende Mehrheit war allerdings für den Verbleib in Baden-Württemberg.
Die 1952 gebildeten Regierungsbezirke Nordbaden und Südbaden griffen die Grenzen des alten Landes Baden wieder auf. Mit der Kreisreform, die zu dem 1. Januar 1973 vollzogen wurde, veränderten sich die Zuständigkeiten der beiden Regierungspräsidien in Karlsruhe und Freiburg, so dass die Regierungsbezirke in Karlsruhe beziehungsweise Freiburg entsprechend umbenannt wurden. Die alten Grenzen des Landes Baden spiegeln sich heute noch darin wieder, dass es einen eigenständigen Badischen Sportbund gibt und dass es eine eigenständige Evangelischen Landeskirche in Baden gibt.
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Verwaltungsgliederung bis 1938 | |
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Landeskommissärbezirk Konstanz |
- ehem. Amtsbezirk Bonndorf (bis 1924)
- Amtsbezirk Donaueschingen
- Amtsbezirk Engen
- Amtsbezirk Konstanz
- Amtsbezirk Meßkirch
- Amtsbezirk Pfullendorf
- Amtsbezirk Säckingen
- ehem. Amtsbezirk St. Blasien (bis 1924)
- Amtsbezirk Stockach
- ehem. Amtsbezirk Triberg (bis 1924)
- Amtsbezirk Überlingen
- Amtsbezirk Villingen
- Amtsbezirk Waldshut
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Landeskommissärbezirk Freiburg |
- ehem. Amtsbezirk Breisach (bis 1924, danach Amtsbezirk Freiburg)
- Amtsbezirk Emmendingen
- ehem. Amtsbezirk Ettenheim (bis 1924, danach Amtsbezirk Offenburg)
- Amtsbezirk Freiburg
- Amtsbezirk Kehl
- Amtsbezirk Lahr
- Amtsbezirk Lörrach
- Amtsbezirk Müllheim
- Amtsbezirk Neustadt
- Amtsbezirk Oberkirch
- Amtsbezirk Offenburg
- ehem. Amtsbezirk Schönau (bis 1924)
- Amtsbezirk Schopfheim
- Amtsbezirk Staufen
- Amtsbezirk Waldkirch
- Amtsbezirk Wolfach
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Landeskommissärbezirk Karlsruhe |
- ehem. Amtsbezirk Achern (bis 1924)
- ehem. Amtsbezirk Baden (bis 1924)
- Amtsbezirk Bretten
- Amtsbezirk Bruchsal
- Amtsbezirk Bühl
- ehem. Amtsbezirk Durlach (bis 1924, danach Amtsbezirk Karlsruhe)
- Amtsbezirk Ettlingen
- Amtsbezirk Karlsruhe
- Amtsbezirk Pforzheim
- Amtsbezirk Rastatt
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Landeskommissärbezirk Mannheim |
- Amtsbezirk Adelsheim
- Amtsbezirk Buchen
- ehem. Amtsbezirk Eberbach (bis 1924, danach Amtsbezirk Heidelberg)
- ehem. Amtsbezirk Eppingen (bis 1924)
- Amtsbezirk Heidelberg
- Amtsbezirk Mannheim
- Amtsbezirk Mosbach
- ehem. Amtsbezirk Schwetzingen (bis 1924, danach Amtsbezirk Mannheim)
- Amtsbezirk Sinsheim
- Amtsbezirk Tauberbischofsheim
- Amtsbezirk Weinheim
- Amtsbezirk Wertheim
- Amtsbezirk Wiesloch
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Verwaltungsgliederung ab 1938 | |
Bis 1945 war das Land Baden verwaltungsmäßig in 4 Landeskommissärbezirke eingeteilt, die sich in Stadt- und Landkreise unterteilten.
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Landeskommissärbezirk Mannheim | |
Stadtkreise:
- Heidelberg
- Mannheim
Landkreise:
- Landkreis Buchen
- Landkreis Heidelberg
- Landkreis Mannheim
- Landkreis Mosbach
- Landkreis Sinsheim
- Landkreis Tauberbischofsheim
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Die Staatsoberhäupter (Markgrafen, Kurfürsten und Großherzöge) von Baden von 1738 bis zu dem Ende des ersten Weltkriegs 1918 waren:
- 12. Mai 1738 - 5. Mai 1803 -- Karl Friedrich (*1728 - †1811) Markgraf, ab 5. Mai 1803 Kurfürst ab 5. Mai 1806 Großherzog
- 10. Juni 1811 - 8. Dezember 1818 -- Carl Ludwig Friedrich (*1786 - †1818), Großherzog
- 8. Dezember 1818 - 30. März 1830 -- Ludwig I. (*1763 - †1830), Großherzog
- 30. März 1830 - 24. April 1852 -- Leopold (*1790 - †1852), Großherzog
- 5. September 1858 - 28. September 1907 -- Friedrich I. (*1826 - †1907), Großherzog (seit 1852 bereits Regent)
- 28. September 1907 - 14. November 1918 -- Friedrich II. (*1857 - †1928), Großherzog
Regierungschefs beziehungsweise Staatsminister des Großherzogtums waren:
Die Staatspräsidenten der Republik Baden 1918 - 1945:
- 10. November 1918-14. August 1920 -- Anton Geiß (1858-1944), SPD
- 14. August 1920 - 23. November 1921 -- Gustav Trunk (1871-1936), Zentrum
- 23. November 1921 - 23. November 1922 -- Hermann Hummel (1876-1952), DDP
- 23. November 1922 - 23. November 1923 -- Adam Remmele (1877-1951), SPD
- 23. November 1923 - 23. November 1924 -- Heinrich Franz Köhler (1878-1949), Zentrum
- 23. November 1924 - 23. November 1925 -- Willy Hugo Hellpach (1877-1955), DDP
- 23. November 1925 - 23. November 1926 -- Gustav Trunk (2. Amtszeit)
- 23. November 1926 - 3. Februar 1927 -- Heinrich Franz Köhler (2. Amtszeit)
- 3. Februar 1927 - 23. November 1927 -- Gustav Trunk (3. Amtszeit)
- 23. November 1927 - 23. November 1928 -- Adam Remmele (2. Amtszeit)
- 23. November 1928 - 20. November 1930 -- Franz Josef Schmitt (1874-1939), Zentrum
- 20. November 1930 - 10. September 1931 -- Franz Josef Wittemann (1866-1931), Zentrum
- 18. September 1931 - 11. März 1933 -- Franz Josef Schmitt (2. Amtszeit)
- 11. März 1933 - 8. Mai 1933 -- Robert Wagner (1895-1946), NSDAP
- 8. Mai 1933 - ??. April 1945 -- Walter Köhler (1897- 1989), NSDAP
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Nach dem Zusammenschluss von Baden und Württemberg (Schwaben) zu dem Bundesland Baden-Württemberg, sind manche Sprüche entstanden, die das besondere Verhältnis der Badener zu den Schwaben ausdrücken. Sie sollen jedoch mit Augenzwinkern und nicht als Affront gegen die Schwaben verstanden werden:
Beispiele:
- Lieber Badisch als Unsymbadisch
- Es gibt Badische und Unsymbadische
- Über Baden lacht die Sonne, über Schwaben die ganze Welt
- Schwabe schaffe, Badner denke
- D`Schwoba han`s em Kopf, d`Badner en d´r Gurgel
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Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus, insbesondere in dem Schwarzwald.
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Die korrekte Nennung für einen Einwohner Badens ist Badener, nicht Badenser.
Das Lied der Badener ist aus der Melodie des Lied der Sachsen entstanden. Das Badnerlied ist heute Ausdruck der Verbundenheit mit dem Heimatland und ebenfalls humoristisch-anarchisches Mittel der Abgrenzung zur künstlichen Verwaltungseinheit Baden-Württemberg, wie in zahlreichen inoffiziellen Liedstrophen belegt (siehe auch www.bfsbw.de)
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